Weniger als jeden 3. Tag für die Kapelle im Einsatz

Bernd Oberhofer & Stefanie Thaler für 10 Jahre Mitgliedschaft geehrt

Genau am Tag der Hl. Cäcilia, am Sonntag, 22. November feierte die Bürgerkapelle Tramin den Festtag ihrer Schutzpatronin.

Nach dem feierlichen 9-Uhr Gottesdienst, welcher von der Kapelle unter der Leitung ihres Kapellmeisters Norbert Rabanser umrahmt wurde, zog die Jubelkapelle, gemeinsam mit den Fahnenabordnungen der Schützenkompanie und der Freiwilligen Feuerwehr ins Bürgerhaus. Dort fanden sich nicht nur die Musikantinnen und Musikanten mit ihren Partnern, sondern auch die Ehrenmitglieder, allen voran Ehrenobmann Franz Bologna, Bürgermeister Wolfgang Oberhofer, Prodekan Alois Müller, zahlreiche Vertreter von Traminer Vereinen und Verbänden, sowie Saalsprecher Hermann Toll ein. Die Feier wurde von der Jugendkapelle Tramin mit anspruchsvollen, flotten Musikstücken unter der Leitung ihrer Jugendleiterin Uta Praxmarer feierlich umrahmt. Bürgermeister Wolfgang Oberhofer und Prodekan Alois Müller richteten Worte des Dankes für die musikalische Gestaltung der Feierlichkeiten im Laufe des Jahres an die Kapelle und wünschten sich, sowie allen Anwesenden noch weitere schöne, musikalische Momente mit bzw. von der Bürgerkapelle Tramin.

Ehrungen

Im Mittelpunkt der Feier stand die Ehrung von zwei jungen Musikanten. Bernd Oberhofer (Schlagzeug) und Stefanie Thaler (Klarinette) erhielten für ihre 10-jährige Mitgliedschaft im Verein eine Dankesurkunde.

Mitgliederzahlen

Die Bürgerkapelle Tramin vereint heute 58 aktive Mitglieder, davon 27 Frauen und 31 Männer. Die Kapelle zählt 11 Ehrenmitglieder, wovon zwei immer noch aktiv in der Kapelle mitspielen. Unter den 58 Musikantinnen und Musikanten befinden sich zahlreiche Studenten und Schüler. So ist es nicht verwunderlich, dass sich das Durchschnittsalter auf 29,95 Jahren beläuft. Das Durchschnittsalter der Frauen beträgt 25,85 Jahre, jenes der Männer 33,52 Jahre. Nur 14 Mitglieder sind über 40 Jahre alt, jedoch 18 Mitglieder unter 20. Insgesamt sind knapp über 60 % der Mitglieder weniger als 30 Jahre alt. Der älteste Musikant ist Oswald Dissertori mit 70 Jahren. Er ist zudem seit mittlerweile 57 Jahren in der Kapelle aktiv mit dabei. Das jüngste Mitglied ist Sara Dissertori mit 13 Jahren. Zurzeit spielen 16 Jugendliche, welche noch nicht Mitglieder der Bürgerkapelle sind, bei der Jugendkapelle mit. Somit gilt die Zukunft der Kapelle als gesichert, wenngleich bei einigen Instrumenten Musikantenmangel herrscht.

Tätigkeitsbericht

Die rege Tätigkeit der Kapelle seit der letzten Cäcilienfeier wurde den Anwesenden von Chronistin Marion Kofler zu Gehör gebracht. Im abgelaufenen Musikjahr trafen sich die Musikantinnen und Musikanten zu 51 Vollproben, 7 Teilproben, einer Marschierprobe und einem ganztägigen Probentag. Insgesamt rückten wir an 47 Tagen in- und außerhalb unseres Heimatdorfes aus. Dazu kommen noch zahlreiche Ausschusssitzungen, Werbung um Jungmusikanten, eine einwöchige Jungbläserwoche, sowie Proben und Auftritte der Traminer Böhmischen und diverser Bläsergruppen. Somit ist jedes Mitglied der Bürgerkapelle im Durchschnitt weniger als jeden 3. Tag für den Verein im Einsatz und trägt hiermit viel für das kulturelle und gesellschaftliche Wohl im Heimatdorf bei.

Im Anschluss dankte Obmann Heinrich Steinegger Kapellmeister Norbert Rabanser für seinen Einsatz. Er verstehe es immer wieder neue musikalische Ziele zu setzen. Die intensiven Vorbereitungen für das Konzert zum Bauernsonntag, welches bereits am 31. Jänner 2016 stattfinden wird, sind bereits in vollem Gange. Land auf, Land ab werden wir von vielen Kapellen beneidet, so einen fähigen Musiker wie Norbert Rabanser unseren Kapellmeister nennen zu dürfen. Er betonte auch, dass die Anfahrt von Norbert Rabanser zu unseren Proben meistens länger dauere, als die Probe selbst. Als kleines Dankeschön für seinen Einsatz überreichte ihm Obmann Heinrich Steinegger eine Flasche Wein.

Einen großen Applaus erhielt auch Jugendleiterin und Kapellmeister-Stellvertreterin Uta Praxmarer. Sie leitet die Jugendkapelle und seit Mitte dieses Jahres ist sie die Stellvertreterin unseres Kapellmeisters. Dafür, sowie für ihren unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Jugendlichen der Jugend- und Bürgerkapelle wurde ihr mit einem kleinen, feinen Blumengesteck gedankt.

Obmann Heinrich Steinegger richtete auch Dankesworte an seinen Stellvertreter Hubert Oberhauser. Auf diesen könne er sich jederzeit zu 100 Prozent verlassen.

Kapellmeister Norbert Rabanser berichtet, dass er sich bereits jetzt auf das kommende Musikjahr freue und sich in Tramin sehr wohl fühle. In seiner Ansprache dankte er allen Musikantinnen und Musikanten für ihren Einsatz und wies auf die rege Probentätigkeit bis zum Konzert zum Bauernsonntag hin. Außerdem bedankte er sich bei den Ehrenmitgliedern, die immer so zahlreich den Auftritten als Zuhörer beiwohnen und eine große Stütze für die Kapelle sind.

Abschließend bedankte sich Obmann-Stellvertreter Hubert Oberhauser bei Obmann Heinrich Steinegger für seine Arbeit und seinen aufopferungsvollen Einsatz in der Kapelle. Als kleine Entschädigung überreichte er dem Obmann eine Flasche Wein und seiner Lebensgefährtin Anita Bologna, selbst Musikantin, ein Blumengesteck.

Nach dem exzellenten Festmenü, welches von Peter und Margareth Maier zubereitet wurde, ließ die Kapelle den Festtag in der Bar des Bürgerhauses ausklingen.

 

Fotos der Cäcilienfeier gibt es hier.